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This artwork, Schlafendes Kind by Käthe Kollwitz, is currently for sale at Galerie Ludorff.
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Käthe Kollwitz, Schlafendes Kind
 
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TITLE:  Schlafendes Kind
ARTIST:  Käthe Kollwitz (German, 1867–1945)
WORK DATE:  circa 1903 - 1909
CATEGORY:  Works on Paper (Drawings, Watercolors etc.)
MATERIALS:  Bleistift auf Velin
MARKINGS:  Signiert
SIZE:  h: 30 x w: 22 cm / h: 11.8 x w: 8.7 in
STYLE:  Modern
PRICE*:  Contact Gallery for Price
GALLERY:  Galerie Ludorff  +49 (0)211 32 65 66  Send Email
DESCRIPTION:  Aufgenommen in das in Vorbereitung befindliche, überarbeitete Werkverzeichnis der Papierarbeiten von Hannelore Fischer, Käthe

Käthe Kollwitz' künstlerisches Talent wird bereits in ihrer frühen Kindheit von ihrem Vater erkannt und gefördert. So beginnt Kollwitz ihre Ausbildung 1881 in Königsberg. Sie wird von dem Maler Gustav Naujok, dem Kupferstecher Rudolf Maurer und später dem Maler Emil Neide angeleitet. Später siedelt die Künstlerin nach München über. Hier wird sie Studentin der Malklasse der Münchner Künstlerinnenschule bei Ludwig Herterich. Zunächst ist es ihr Wunsch, Malerin zu werden, jedoch kristallisiert sich immer mehr ihr außergewöhnliches zeichnerisches Talent heraus, auf das sie sich fortan verstärkt konzentriert und auf welchem ihr späterer künstlerischer Ruhm maßgeblich basiert. Ihren druckgraphischen Schaffensprozess begleitend, spielt die Zeichnung auch in Form von Skizzen eine wesentliche Rolle. Mit scharfsinnigem Blick nimmt die Künstlerin ihre unmittelbare Umwelt wahr und archiviert die von ihr geschaffenen Momentaufnahmen, auf die sie bei Bedarf jederzeit künstlerisch zurückgreifen kann. Aber nicht ihre zeichnerische Begabung allein erklärt die besondere Faszination, die ihr OEuvre auslöst, sondern sie liegt vor allem in ihrer Themenwahl begründet. Als Arztfrau – ihr Mann Karl, den sie 1891 heiratet, betreibt eine Praxis in einem Arbeiterviertel in Berlin – erlebt Kollwitz hautnah die alltägliche Not und die Sorgen des Proletariats, mit welchen sie sich zeitlebens sozialkritisch auseinandersetzt. Als Mutter zweier Söhne verwundert es nicht, dass Mutterschaft ein für sie zentrales Thema darstellt und so offenbart auch unsere Zeichnung „Schlafendes Kind“ die fürsorgliche Seite der Künstlerin.
Das kleine Kinderköpfchen bettet tief im schweren Kissen, das linke Händchen zieht die Bettdecke bis zum Kinn hoch, die Augen sind geschlossen, der Mund leicht geöffnet. Mit nur wenigen Bleistiftstrichen skizziert Kollwitz das schlafende Kind und beschreibt einen Moment der absoluten Ruhe und inniger Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. Während das Kissen nur schemenhaft angedeutet ist, lenkt die Künstlerin den Fokus des Betrachters auf das schlafende Kind, dessen Kontur sie mit klaren, festen Strichen sicher erfasst. In einer völlig ungekünstelten Art und Weise schafft sie es, nach der Natur zu zeichnen und diese wiederzugeben. Gleichzeitig besteht ihr Können auch darin, dass sie in ihrer Beobachtungsgabe nicht nur das optisch Sichtbare, sondern auch das emotional Menschliche erkennt, indem sie Details oder ganze Partien weglässt. In der gleichen Weise wie Kollwitz die geschlossenen Augen nur verschwommen andeutet, gewinnt der Betrachter den Eindruck, das Kindchen sei voll und ganz aus der Realität in die Welt der Träume entrückt. Der geöffnete Mund und die völlig entspannten Gesichtszüge suggerieren den Eindruck einer stillen Intimität, welche nicht gestört werden möchte. Werner Timm äußert sich über Kollwitz zeichnerisches Talent treffend: „Wie kein anderes Medium der bildenden Kunst erlaubt die Zeichnung Einblick in den schöpferischen Entstehungsprozeß eines Kunstwerks. Nirgends wird das Gestaltwerden eines Gedankens und die Entwicklung einer Form so deutlich vor Augen geführt.“1)

Anm.: 1) Werner Timm, „Zu den Zeichnungen von Käthe Kollwitz“, in: Otto Nagel (Hg.), „Käthe Kollwitz: Die Handzeichnungen“, Berlin 1972, S. 10.

ONLINE CATALOGUE(S):  Galerie Ludorff Inventory
Neuerwerbungen Moderner & Zeitgenössischer Kunst   Sep 19, 2010 - Jan 29, 2011
 
*Prices subject to change

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