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Sir Anthony Hopkins: Leuchtende Bilder aus der Erinnerung
In Interviews betont er immer wieder, dass er ein Einsiedler und Einzelgänger sei, ein einsamer Strand-Bummler, der die Menschenmenge meidet. Das war schon immer so. Schon während seiner Schulzeit beschäftigte sich der 1937 in einer englischen Kleinstadt geborene Philip Anthony Hopkins lieber mit Malen, Klavierspielen und Lesen als mit Schulaufgaben und Kollegen. Anfänglich träumte der scheue und sensible Junge davon, Maler zu werden. Seine Mutter erkannte sein Talent und ermöglichte ihm eine Zeit lang zusätzliche Malkurse
Doch Anthony war auch ein begabter Schauspieler. Die grösste Anerkennung bei seinen Kollegen erreichte er jeweils, wenn er an Schüleraufführungen die Lehrer imitierte. So entschieden schliesslich sein Schauspieltalent und sein Ehrgeiz, sich vor sich selbst und den Andern zu beweisen, über den weiteren Verlauf seines aussergewöhnlichen Lebens, das von grossen Erfolgen, aber auch von Brüchen und persönlichen Abgründen begleitet sein sollte.
Heute gehört der englisch-amerikanische Doppelbürger und Oscar-Preisträger Sir Philip Anthony Hopkins zu den ganz Grossen im Filmgeschäft. Dem interessierten Publikum bekannt sind seine Verdienste als Theaterschauspieler: so gewann er beispielsweise in England sämtliche Auszeichnungen, die es dort gibt. Weniger bekannt dürften dagegen seine Malerei und musikalischen Kompositionen sein.
Dass er wieder male, sei das Verdienst seiner Frau, sagt Hopkins heute. Tatsächlich war sie es, die ihn dazu ermutigt hat. Was er als Gekritzel bezeichnete, erkannte sie als Skizzen eines unentdeckten Talents. Sie animierte ihn, jedem ihrer 75 Hochzeitsgäste ein kleines Bild zu malen und gab so den Anstoss, seinen Kindheitstraum, nämlich Maler zu werden, doch noch zu verwirklichen. Die erste Ausstellung wurde zum Erfolg, weitere folgten und nun kommen seine Bilder erstmals auch nach Zürich.
Er sei nicht ausgebildet und auch kein ausgesprochener Kunstkenner, meint Hopkins bescheiden. Er male aus reinem Vergnügen und das jeden Tag und stundenlang. Was sich aber so intensiv ausdrückt, kann nur aus einem tiefen inneren Drang entstehen. Seine Bilder sind Erinnerungen, die nun an die Oberfläche gelangen, expressiv und in leuchtenden Farben, die er grosszügig aufträgt und mit dem Spachtel bearbeitet zu Bildern, die durch ihre Intensität bestechen.
Sein Erlös aus dem Verkauf der Bilder fliesst in karitative Werke zur Unterstützung der Bildung von Jugendlichen.
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