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Otto Dix    Oct 23 - Dec 7, 2009

Akt mit roten Strümpfen (Käthe II)
Otto Dix
Akt mit roten Strümpfen (Käthe II), 1922
 
Aktstudie
Otto Dix
Aktstudie, 1933
 
Anni
Otto Dix
Anni, 1933
 
Artisten
Otto Dix
Artisten, 1922
 
Berta II
Otto Dix
Berta II, 1920
 
Christi Niederfahrt zur Hölle
Otto Dix
Christi Niederfahrt zur Hölle, 1915
 
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Otto Dix
Arbeiten auf Papier 1915-1943

23.10. bis 30.11.2009
Eröffnung: Freitag, 23.10.2009, 18 bis 20 Uhr

33 hochkarätige Papierarbeiten von Otto Dix in Zürich Otto Dix (1891 –1969) zählt zu den berühmtesten deutschen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Am bekanntesten sind seine Werke aus der Weimarer Zeit, in denen er die gesellschaftlichen Verhältnisse der Nachkriegszeit aufs Korn nimmt. Dabei variierte er immer wieder seinen Stil, war jedoch stets der realistischen Darstellung seiner Umgebung verpflichtet.

Über dreißig hochkarätige Werke von Otto Dix aus seinen wichtigsten Schaffensphasen sind ab dem 23.10. 2009 in der Züricher Galerie Haas AG zu sehen. Einige davon sind Studien, die später in große Gemälde einflossen. Die Züricher Ausstellung zeigt ausnahmslos Arbeiten, die der Künstler auf Papier fertigte: Zeichnungen in Bleistift, Rötel, Kohle, Tusche, Pastell oder Kreide neben Gouachen oder Aquarellen auf unterschiedlichsten Papieren und farbig grundierten Kartons. Zum Teil arbeitete Dix auch in seltenen Techniken wie etwa Silberstift oder Sepia.

Auf Karton erprobte Dix seine Ideen und Formen. So ist etwa die Zeichnung „Operation“Vorläufer einer großen Arbeit, die er später auf Holz malte. Die Papierarbeiten in Zürich sind intimer als Dix´ berühmte Gemälde, ihre Bildidee findet hier in sehr ursprünglicher Form Ausdruck. Viele Blätter sind fast malerisch aufgebaut und technisch hochdifferenziert. Man kann sie als eigenständige Werke betrachten. Andere in Zürich präsentierte Blätter faszinieren durch ihre Spontaneität und Direktheit.

Besonders intensiv beschäftigte sich Dix mit dem weiblichen Akt und mit Portraits. Formen, Gesten und Typen beobachtete der Künstler haarscharf ohne dabei entwürdigend oder anklagend zu sein. Der scheinbar unlösbare Widerspruch zwischen Eros und Tod faszinierte ihn. Dix´ Blick auf die Welt veränderte sich im Laufe der Jahre: Von expressionistischen Anfängen, über seine bissigen, karikaturähnlichen Blätter zu den stillen, gemäßigten Formen der neusachlichen Zeit um 1926 bis zu den klassischen, „schönen“ Akten. Die Nationalsozialisten stempelten ihn als „entarteten“Künstler ab. Dix zog darauf mit seiner Familie aufs Land an den Bodensee und ging in die „innere Emigration“. Die Natur wurde in zahlreichen Werken zum Bild innerer Seelenzustände. Der Rückzug auf sich selbst, fernab der Metropolen brachte die Beschäftigung mit komplexen altmeisterlichen Techniken mit sich (u.a. Silberstift, Sepia, Lasurtechniken).

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Text von Ulrike Lorenz, Expertin für Otto Dix, die auch das Werkverzeichnis erstellt hat.

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